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In diesem Blog schreibt TSCHUMI Media über alle Themen rund um die Fotografie und Video....

Der fast perfekte Reisebegleiter

Ein Fotorucksack muss so einigen Anforderungen genügen. In erster Linie sollte er natürlich ausreichend Schutz für das teure Equipment bieten. Dies bedingt gute Polsterung im Innern und wasserabweisendes Material auf der Aussenseite. Weil Fotografen meist mit mehr als nur einem Objektiv unterwegs sind, muss der Rucksack zudem genügen Stauraum bieten und ganz wichtig, stylish sollte er auch sein. Ein Anforderungsprofil, dass über Jahre hinweg kein Rucksack für mich erfüllen konnte. Bis der Booq Slimpack den Weg zu mir fand.

Als ich zum ersten Mal den Slimpack aus dem Hause Booq sah, wusste ich sofort, diese graue Schönheit hat das Potenzial, all zu bieten, was ich mir von einem Fotorucksack erhoffe. Seine Aussenmasse lassen mit 410 x 280 x 210 mm nicht besonders Grosses erahnen. Ein Blick auf die Innenmasse zeigt aber, dass da doch genug reinpassen kann. 281 x 197 x 14 mm bei einem Gewicht von nur 1.4 Kilogramm. Da leuchten die Augen eines Fotografen. Denn das gute Stück präsentiert sich kompakt und geräumig zu gleich.

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Ein Platzwunder
Bekanntlich ist Papier ja geduldig und deshalb zählt letztendlich nur der eigene Eindruck. Also beschloss ich mich, mein Objektiv-Arsenal aus dem Aufbewahrungskoffer zu nehmen und den Booq Slimpack zu befüllen. Gemäss Hersteller kann der Rucksack eine bis zwei DSLRs, 4 Objektive, ein Stativ sowie ein 12“ MacBook oder ein iPad aufnehmen. Da mich auf meinen Reisen jeweils eine Sony Alpha 7RII sowie eine Alpha 7SII begleiten, erhoffte ich mir im Vorfeld natürlich, diese zwei Bodys und mehr als nur 4 Objektive im Rucksack verstauen zu können. Meine 7RII mit dem 16-35mm, sowie ein 70-200mm, ein 55mm, ein 35mm Objektiv sowie Reinigungstücher fasst der Slimpack problemlos. Die Alpha 7SII musste jedoch draussen bleiben.

Skeptisch war ich in Sachen Computer. Ein 12“ MacBook ist ja okay. Jedoch kenne ich keinen Fotografen, der mit einem 12“ MacBook unterwegs ist. Aber – und das ist ein ganz wichtiger Punkt, ist das neue MacBook Pro 13“ nur minim grösser als die 12“ Variante. Doch leider brachte ich mein 13“ MacBook Pro nicht unter. Schade. Da hätte ich gerne einen bisschen grösseren Rucksack, der auch meinen Laptop aufnehmen kann. Aber dies ist Jammern auf hohem Niveau. Was mir am Staufach für das 12“ MacBook extrem gut gefällt ist, dass dieses gepolstert ist. So kann man sicher sein, dass der Computer oder das Tablet während des Transports gut aufgehoben ist.

Kameraequipment im Booq Slimpack

Vieles hat jetzt schon Platz im Rucksack gefunden. Jedoch hat man meist noch Dinge wie die Geldbörse, Schlüssel, Blasebalg, Ersatz-SD-Karten, Akkus und einen Color Checker dabei. Ich zumindest nehme dies privat wie auch bei Aufträgen mit. Viele Rucksäcke die ich bis dato benutzte, schwächelten ab diesem Zeitpunkt. Nicht so der Booq Slimpack. Die Designer sorgen mit cleveren Seitenfächern dafür, dass auch der Kleinkram seinen Platz findet, inklusive externer Festplatte. Sollte wiedererwarten dennoch zu wenig Platz vorhanden sein, lohnt sich ein Blick auf den Rucksackdeckel. Da versteckt sich nochmal ein Fach, welches dafür sorgen sollte, dass definitiv genug Stauraum vorhanden ist. Das Stativ wird dann noch mittig an der Aussenseite des Rucksackes platziert und es kann los gehen mit der Fototour.

Seitenfach des Booq Slimpacks

Edles Design
Design-Liebhaber werden am Booq Slimpack ihre Freude haben. Der Rucksack wurde mit dem Fokus auf Funktionalität und Design kreiert. Die graue Farbe gibt ihm einen edlen Touch. Das Aussenmaterial ist Wasserabweisend, so muss man sich bei Regen nicht gleich Sorgen um sein teures Equipment machen. Die verwendeten Materialien fühlen sich alle sehr hochwertig an. Was mir besonders gut gefällt ist, dass der Rucksack einen direkten Zugriff am Rückenteil ermöglicht. So kann ich diesen auf den Boden legen und habe meine Kamera schnell herausgeholt. Zum anderen steht der Rucksack selbständig in der Waagrechten. Dies ist ein Feature, dass ich bei vielen anderen Rucksäcken vermisse, da ich es einfach praktisch finde, wenn ich diesen irgendwo hinstellen kann.

Rückseite des Booq Slimpacks

Registrierung abgeschlossen
Booq bietet mit dem Slimpack den ersten registrierbaren Rucksack, den ich je gesehen habe. Eine kleine Plakette an der Rückseite des Rucksackes beherbergt einen Strichcode sowie eine Zahlen- Buchstabenkombination. Hat der Besitzer seinen Rucksack erst einmal auf der Booq-Website registriert, ist der Grundstein gelegt, dass der Rucksack be Verlust zum Besitzer zurückfindet. Ist der Finder eine ehrliche Seele, kann dieser den gefundenen Rucksack auf der Booq-Website melden. Eine raffinierte Lösung. Fraglich bleibt allerdings, ob der Slimpack auch wieder zurückgegeben wird und ob das Material dann auch noch drin ist. Trotzdem hat das Terralinq genannte System grosses Potenzial.

Terralinq

Vielversprechender Rucksack
Booq scheint auf den ersten Blick mit dem Slimpack Vieles richtig zu machen. Der Rucksack ist kompakt, bietet aber dennoch genug Stauraum. Sein edles Design lässt ihn vor allem in der Stadt brillieren. Funktionalität und Design bilden eine Symbiose. Mit der Registrierung des Rucksackes schafft Booq zudem die Grundlage, dass dieser gefunden und einfach zurückgegeben werden kann. Ein wenig skeptisch bin ich noch bezüglich des Tragekomforts, da die Schulterriemen relativ breit sind. Darauf werde ich im nächsten Artikel eingehen, wenn ich den Booq Slimpack ausgiebig in der Praxis getestet habe.